Das Bild des Grauens


Da ist er wieder: der Frühling. Bringt aber nichts, wenn ich Samstagmittag dieses Bild von meiner Terrasse sehe:

Windlos

Da hängt die Fahne schlaff am Mast. Das hat sich auch den ganzen Samstag nicht mehr gebessert. Nun ja, zumindest sind die Tage wieder länger, abends ist es auch dank der Zeitumstellung wieder länger hell. Heute war ich dann auch das erste Mal dieses Jahr nach der Arbeit fliegen. Welch Wohltat. Ein Tag ohne Kiteflying ist ein verlorener Tag, tägliches Training bringt echt mehr als nur einmal die Woche. Die letzten Flugtage habe ich FlicFlac und Yo-Yo trainiert. Problem beim FlicFlac: das Zurückholen aus dem Pancake. Ob ich das jemals schaffen werde?? Beim Yo-Yo ist der schwierige Teil das Auswickeln in den Fade hinein. Irgendwie bin ich ausnahmsweise mal zu langsam, irgendwie ist die Schnur am Ende bzw. die Arme weit hinten, der Drachen aber noch nicht komplett ausgewickelt.

Ich habe mich heute mal an der Slotmachine pobiert. Komischerweise ist mir die, nach kurzer Einführung von Matthias (ja, der kann jetzt auch erklären :-) ), sofort gelungen. Welch erhabenes Gefühl. Und macht gute Laune. Und Lust auf mehr. Nächstes Mal probier ich das andersrum. Dann wirds ne TAZ…Wuhuuuu……

Jetzt heißt es aber erstmal ‘warten aufs Christkind’, ich denke das  mein Neuer hier Morgen ankommt….

Führen nicht schlagen


Die letzten Wochen waren eher dürftig, das Wetter kann man freundlich als suboptimal bezeichnen. Aufgrund permanentem Windmangel konnte ich den JJF SUL mal ausführen. Schon nach den ersten paar Metern Fliegen merkt man woran man ist. Beängstigend wie direkt und genau dieser Drachen die Leinenimpulse umsetzt. Einmal etwas ungenau gezogen und das was ein Pancake werden sollte endet in einer Flatspin-artigen Drehung. So ein Verhalten ist zum Trainieren natürlich erste Sahne. Mein Leinengefühl hat sich deutlich verbessert, ich habe das Gefühl, dass ich den Kite ‘lesen’ kann. Irgendwie spüre ich besser was der Drachen gerade macht. Ich kann mich aber auch täuschen und es liegt einfach an den ARSCHKALTEN HÄNDEN! :-)

Letztes Wochende hatte ich das Glück, dass Matthias und Andi sich nochmal genau meine Technik angesehen haben. Ich schleppe schon seit geraumer Zeit teilweise schlampige Technik mit mir herum. Leinenimpulse ziehe ich immer noch ganz gerne gegen den Bauch anstatt seitlich am Körper lang. Das ist aber eine reine Konzentrationssache, wenn ich darauf achte passiert das nicht. Des Weiteren bin ich allgemein noch etwas hektisch, meine Bewegungen sind einfach zu ruppig. Den Drachen z.B. durch den Axel führen ist wesentlich besser als ihn zu ‘schubsen’. Man soll sich einfach vorstellen den Drachen wie an Stangen zu fliegen. Mit fließenden Bewegungen hat man einfach mehr Gefühl und bekommt stärkere Rückmeldung was sich natürlich positiv auswirkt. Also führen statt schlagen.

Trickmäßig geht es nur schleppend voran. Von nichts kommt nichts. Derzeit übe ich Flic-Flac (gelingt mal gut (wenn geführt wird) mal nicht (schlagen)) und Yo-Yo, also Tricks bei denen man den Pancake braucht (auch der will geführt werden).  Aufgrund der vielen Abstürze kann ich jetzt richtig gut Belly-Launchen… :-) . Irgendwann ist mir sogar schon eine Jacobs Ladder geglückt. Zwar krumm und schief aber es war eine Ladder. Ein echt cooler Trick. Da staunt sogar der Pilot nicht schlecht…

Aus gegebenem Anlass möchte ich noch daraufhin hinweisen, dass man seinen Winder immer gut weglegen sollte. Ich habe jetzt in kurzer Zeit 2 Stück verloren. :-( Ist schon ärgerlich….

Da mein letzter Eintrag noch aus dem letzten Jahr stammt kann ich hier noch meine neuesten Errungenschaften erwähnen:

  •  Windmaster2 (nice 2 have, bringt er doch Sicherheit wieviel Wind jetzt wirklich herrscht)
  • das Buch Stuntkiting von Paul May. Super Trickerklärungen und tolles Hintergrundwissen. Besonders der Bereich Technik hat nochmal einige Wissenslücken geschlossen.
  • ein Heißschneider. Eigentlich DER Heißschneider: Dremel Versatip. Damit kann ich Wireless mit dem Drachenbau anfangen..

Diese Tage wartet dann noch eine schwere Entscheidung auf mich, denn ich möchte dieses Jahr in die Competition Klasse aufsteigen (der Drachen, nicht ich :-? ). Zur Auswahl stehen:

  • Kithouse Sharp
  • Diamondkites Veyron
  • R-Sky NSE

Den NSE konnte ich jetzt einen Tag lang testen (hier in Bielefeld gibt es viele davon auf der RRB). Der macht irgendwie alles und das ziemlich einfach, mir ist auf anhieb eine Multi-Lazy gelungen. Jedoch sehe ich es irgendwie nicht ein soviel Geld nur für den Namen auszugeben. Das verbaute Gestänge ist irgendwie gar nicht so Competition. Natürlich macht ein teures Gestänge noch keinen Comp kite, wenn ich aber schon Geld in die Hand nehme, will ich auch was dafür bekommen. Zudem gibt es einige deutsche Trickser die R-Sky boykottieren (irgendwas ist da bei Stella Plage 2011 schlecht gelaufen. Ich glaube es ging um Lizenzkosten o.ä). Über den Sharp wurde geschrieben: Wer den SIN mag wird den Sharp lieben. Aber irgendwie möchte ich auch mal was Neues ausprobieren. Bei dem Veyron habe ich etwas Bedenken wegen der doch großen Segelfläche. Zu viel Druckaufbau ist irgendwie auch nicht mein Ding. Naja, lasst euch überraschen….

Mit der Hoffnung, dass die Tage bald wieder länger werden, bis zum nächsten Mal….