Das Bild des Grauens


Da ist er wieder: der Frühling. Bringt aber nichts, wenn ich Samstagmittag dieses Bild von meiner Terrasse sehe:

Windlos

Da hängt die Fahne schlaff am Mast. Das hat sich auch den ganzen Samstag nicht mehr gebessert. Nun ja, zumindest sind die Tage wieder länger, abends ist es auch dank der Zeitumstellung wieder länger hell. Heute war ich dann auch das erste Mal dieses Jahr nach der Arbeit fliegen. Welch Wohltat. Ein Tag ohne Kiteflying ist ein verlorener Tag, tägliches Training bringt echt mehr als nur einmal die Woche. Die letzten Flugtage habe ich FlicFlac und Yo-Yo trainiert. Problem beim FlicFlac: das Zurückholen aus dem Pancake. Ob ich das jemals schaffen werde?? Beim Yo-Yo ist der schwierige Teil das Auswickeln in den Fade hinein. Irgendwie bin ich ausnahmsweise mal zu langsam, irgendwie ist die Schnur am Ende bzw. die Arme weit hinten, der Drachen aber noch nicht komplett ausgewickelt.

Ich habe mich heute mal an der Slotmachine pobiert. Komischerweise ist mir die, nach kurzer Einführung von Matthias (ja, der kann jetzt auch erklären :-) ), sofort gelungen. Welch erhabenes Gefühl. Und macht gute Laune. Und Lust auf mehr. Nächstes Mal probier ich das andersrum. Dann wirds ne TAZ…Wuhuuuu……

Jetzt heißt es aber erstmal ‘warten aufs Christkind’, ich denke das  mein Neuer hier Morgen ankommt….

Überall Sand – Cuxhaven


Am Wochenende sind wir relativ spontan nach Cuxhaven gefahren. Endlich konnte ich mal meinen sekundären Kitespot ausgiebig ausprobieren (Höhöhö :-) ).  Freitag sollte es losgehen, ab Donnerstag war dann natürlich immer ein Auge auf die Wettervorhersage gerichtet. Wetter sah ganz gut aus, Wind war 31-46km/h am Samstag und 22-31km/h am Sonntag vorausgesagt. Das wäre natürlich zu viel zum tricksen.

Am Freitagabend angekommen war es schon zu spät zum Fliegen, also hieß es Samstagmorgen früh raus. Direkt nach dem Frühstück sind wir dann auch mit Sack und Pack los. Leider darf man in Cuxhaven-Döse nicht überall fliegen. Bis zum nächsten Kitespot sind es jeweils 15 min. Fußweg.

Auf dem Deich war dann schon starker Wind. Am Strand angekommen dann gemessene 25-27km/h also ab an den Windfensterrand. Zum Glück war Ebbe somit hat man viel Platz.

Ich bin immer wieder erstaunt wieviel die 40daN LPG Leine  und der SIN aushalten. Bei 3-4 Bft. zieht das teilweise schon ganz gut, wenn man mal ein bisschen zur Windfenstermitte fliegt.

Am Samstag bin ich dann nachmittags zur Kugelbake. Ich wusste natürlich das wieder Niedrigwasser war… :-| Am frühen Abend hörte ich dann ein freundliches ‘Hallo’ hinter mir. Irgendwer schleppte seine Drachentasche durch das Watt. Drachentasche bedeutet ja schon mal Stabdrachen. Schnell hab ich meinen SIN abgelegt und bin gleich hin. Und das war dann wieder einer dieser Momente: vor mir stand Adrian Uelzen, ein ehemaliger STACK Pilot.

Adrian Uelzen

Adrian Uelzen an der Kugelbake

Er fliegt zwar nicht mehr so häufig, es sah aber trotzdem alles noch sehr flüssig aus, was er da ablieferte. Ich habe auch gleich Tipps zum Landen bekommen. Als ich ihn beobachtete fiel mir auf, dass er während einer Multilazy auf den Drachen zulief. Und zack, jetzt wusste ich warum die bei mir nicht funktionieren! Ich bin nach der ersten Lazy-Susan immer stehen geblieben. Adrian hatte ein paar Prototypen dabei. Er hat früher mit Martin Schoob zusammen Drachen entwickelt. Ich habe aber versprochen nichts zu verraten. Streng geheim :-) ….

Prototyp #1

Geheim #1

Prototyp #2

Geheim UL #2

 

Ich bin bei diesem starken Wind geschätzte 500 Halfaxel geflogen. ;-) Und natürlich Multilazy. Die Arme schmerzen heute noch…(“jaja, heul doch”). Dafür kann ich jetzt sagen: Half-Axel? Links? Rechts? Kein Problem! Hier *zack* ein schöner Tip-Stand:


Am Strand fliegen ist schon toll. Die Windqualität ist viel besser als im Inland. Der Wind ist viel stabiler, die Böen sind nicht so böig. In der Nebensaison ist es auch nicht so voll, Adrian meinte, dass es im Sommer eng wird an der Kugelbake. Wie man auf dem Foto oben sieht hatte ich genug Platz. Allerdings sind Meerwasser und Sand jetzt auch nicht unbedingt Pflegemittel für einen Drachen.

Am Ende sieht das dann so aus:
Irgendwie ist mir Wiese schon lieber…Aber es war schon ein schönes Wochenende.

Führen nicht schlagen


Die letzten Wochen waren eher dürftig, das Wetter kann man freundlich als suboptimal bezeichnen. Aufgrund permanentem Windmangel konnte ich den JJF SUL mal ausführen. Schon nach den ersten paar Metern Fliegen merkt man woran man ist. Beängstigend wie direkt und genau dieser Drachen die Leinenimpulse umsetzt. Einmal etwas ungenau gezogen und das was ein Pancake werden sollte endet in einer Flatspin-artigen Drehung. So ein Verhalten ist zum Trainieren natürlich erste Sahne. Mein Leinengefühl hat sich deutlich verbessert, ich habe das Gefühl, dass ich den Kite ‘lesen’ kann. Irgendwie spüre ich besser was der Drachen gerade macht. Ich kann mich aber auch täuschen und es liegt einfach an den ARSCHKALTEN HÄNDEN! :-)

Letztes Wochende hatte ich das Glück, dass Matthias und Andi sich nochmal genau meine Technik angesehen haben. Ich schleppe schon seit geraumer Zeit teilweise schlampige Technik mit mir herum. Leinenimpulse ziehe ich immer noch ganz gerne gegen den Bauch anstatt seitlich am Körper lang. Das ist aber eine reine Konzentrationssache, wenn ich darauf achte passiert das nicht. Des Weiteren bin ich allgemein noch etwas hektisch, meine Bewegungen sind einfach zu ruppig. Den Drachen z.B. durch den Axel führen ist wesentlich besser als ihn zu ‘schubsen’. Man soll sich einfach vorstellen den Drachen wie an Stangen zu fliegen. Mit fließenden Bewegungen hat man einfach mehr Gefühl und bekommt stärkere Rückmeldung was sich natürlich positiv auswirkt. Also führen statt schlagen.

Trickmäßig geht es nur schleppend voran. Von nichts kommt nichts. Derzeit übe ich Flic-Flac (gelingt mal gut (wenn geführt wird) mal nicht (schlagen)) und Yo-Yo, also Tricks bei denen man den Pancake braucht (auch der will geführt werden).  Aufgrund der vielen Abstürze kann ich jetzt richtig gut Belly-Launchen… :-) . Irgendwann ist mir sogar schon eine Jacobs Ladder geglückt. Zwar krumm und schief aber es war eine Ladder. Ein echt cooler Trick. Da staunt sogar der Pilot nicht schlecht…

Aus gegebenem Anlass möchte ich noch daraufhin hinweisen, dass man seinen Winder immer gut weglegen sollte. Ich habe jetzt in kurzer Zeit 2 Stück verloren. :-( Ist schon ärgerlich….

Da mein letzter Eintrag noch aus dem letzten Jahr stammt kann ich hier noch meine neuesten Errungenschaften erwähnen:

  •  Windmaster2 (nice 2 have, bringt er doch Sicherheit wieviel Wind jetzt wirklich herrscht)
  • das Buch Stuntkiting von Paul May. Super Trickerklärungen und tolles Hintergrundwissen. Besonders der Bereich Technik hat nochmal einige Wissenslücken geschlossen.
  • ein Heißschneider. Eigentlich DER Heißschneider: Dremel Versatip. Damit kann ich Wireless mit dem Drachenbau anfangen..

Diese Tage wartet dann noch eine schwere Entscheidung auf mich, denn ich möchte dieses Jahr in die Competition Klasse aufsteigen (der Drachen, nicht ich :-? ). Zur Auswahl stehen:

  • Kithouse Sharp
  • Diamondkites Veyron
  • R-Sky NSE

Den NSE konnte ich jetzt einen Tag lang testen (hier in Bielefeld gibt es viele davon auf der RRB). Der macht irgendwie alles und das ziemlich einfach, mir ist auf anhieb eine Multi-Lazy gelungen. Jedoch sehe ich es irgendwie nicht ein soviel Geld nur für den Namen auszugeben. Das verbaute Gestänge ist irgendwie gar nicht so Competition. Natürlich macht ein teures Gestänge noch keinen Comp kite, wenn ich aber schon Geld in die Hand nehme, will ich auch was dafür bekommen. Zudem gibt es einige deutsche Trickser die R-Sky boykottieren (irgendwas ist da bei Stella Plage 2011 schlecht gelaufen. Ich glaube es ging um Lizenzkosten o.ä). Über den Sharp wurde geschrieben: Wer den SIN mag wird den Sharp lieben. Aber irgendwie möchte ich auch mal was Neues ausprobieren. Bei dem Veyron habe ich etwas Bedenken wegen der doch großen Segelfläche. Zu viel Druckaufbau ist irgendwie auch nicht mein Ding. Naja, lasst euch überraschen….

Mit der Hoffnung, dass die Tage bald wieder länger werden, bis zum nächsten Mal….

Was noch?


Bei meinen letzten Aus’flügen’ habe ich meinen Fade gefestigt. Ich kann den Drachen jetzt quasi unbegrenzt (solange der Wind mitmacht) im Fade fliegen. Nachdem der Fade nun ganz gut klappt, musste ich mir Gedanken über meinen weiteren ‘Trainingsplan’ machen, es muss ja schließlich weitergehen und die nächsten Tricks müssen gut gewählt werden. Sie sollten nicht zu schwierig sein um Frust zu vermeiden, Langeweile sollte natürlich auch nicht entstehen. Nach Rücksprache mit den ‘Trainern’ steht als nächstes der Half-Axel an. Nebenher versuche ich mich noch am 540 Flatspin und Flic-Flac, da ich auch immer noch ein bißchen Probleme mit dem Pancake habe.

Schon letzten Monat hatte ich eine Einladung zu einem Weihnachtsessen in meinem drachenforum.net Briefkasten. Samstag war es dann soweit: mit 4 Mann sind wir nach Detmold gedüst. Du rätst nicht wen ich da getroffen habe….Tip: einer unserer besten (vielleicht sogar der beste?) Stuntkiter Deutschlands. Überleg doch mal…Richtig: Johannes Schiwanowski. Ich bin immer noch total paralysiert (oder wie das heißt…). Neben der Tatsache, dass er super Drachenfliegen kann ist er auch noch total sympathisch. Eigentlich hätte ich mit diesem Tage meine Karriere als Drachenflieger beenden können. Eine Steigerung ist ja kaum noch möglich (vielleicht mit Chris Goff mal Tee trinken wäre noch was…) :-?
Die ganze Weihnachtsfeier war eine runde Sache. Und das Allerbeste: der großartige Alfons macht mit mir einen Workshop übers Drachenbauen. Da werde ich mir mal die Tricks vom großen Icarex Meister himself abgucken. Bin schon ziemlich gespannt darauf.

Um auch für die weniger windigen Tage gerüstet zu sein ist heute mein neuer Kite angekommen:

JJF SUL

Jumpin' Jack Flash SUL

Als die Drachen noch Schläuche hatten


So, da war dann also einiges los: Das Wochende war ich auf dem Drachenfest in Otterndorf und damit also in Döse oben am … Meer! Voller Vorfreude gings los. Auf dem (doch ziemlich langen) Weg dorthin konnte ich es jedoch schon sehen: Windräder! Und sie standen still. Na, ja, denkt man sich, am Meer da ist bestimmt immer Wind. Geht ja eigentlich gar nicht anders. Muss ja.

Das ist aber anscheinend doch nicht so. Endlich angekommen herrschte nämlich Flaute. Zumindest in den höhen in denen 2-Leiner fliegen. Die Einleiner die in der Luft hingen schienen wie auf einem Foto. Ich könnte ein Foto hochladen und es als Video vermarkten. Anscheinend herschte ab einer gewissen Höhe eine äußerst stabile Brise. Die meisten Drachen standen in der Luft. Bei der Ankunft auf dem Gelände sah ich einen Trickflieger mit einem SIN in blau. Welch Zufall. Mit dem besagten Herrn, Andreas von kitewings, hab ich dann noch gequatscht, war ja eh kein Wind. Wie sich dann heraustellte machen die auch Kiteschulungen. Mittlerweile kann ich mich erinnern das ich da auch schonmal vorher auf der Seite war. Die kommen aus Husum!! Auf einer Insel (Korrektur: Erdkunde sechs!) . Mit Meer….!. Naja, danach habe ich dann noch kurz versucht zu fliegen war aber recht wenig Wind und hat auch keinen Spass gemacht.

Achtung! Jetzt kommt ein Beitrag zum Thema: Wie finde ich auf einem Drachenfest Kontakt zu anderen Tricksern?

Wie wäre es: Einfach mal den Drachen auf die Wiese legen. Das habe ich gemacht, wollte mal eine Pause machen und habe den SIN mit einem Pancake auf den Boden gelegt. Nach lurzer Zeit kam dann auch schon jemand vorbei. Namen weiß ich jetzt irgendwie gar nicht (Dieser Gruß geht nach Hanover!). Mit ihm habe ich viel über Drachen gesprochen und das diese damals als Verbinder Kompressorschläuche hatten. Unfassbar! Kompressorschläuche….. :-) Ich finde die APA’s eigentlich noch zu dick…

Und wo ich schonmal in Döse war habe ich dann auch mal gleich die Kugelbake angestest. Also da muss ich sagen das das ehrlich ein Armutszeugnis ist. Sehr eng und es liegen auch noch überall Menschen rum :-) … Ich habe das Gefühl bekommen das der Lenkdrachenflieger der Bad-Guy unter den Starndsportlern ist. Überall ist Lenkdrachen fliegen verboten. Solange ein Ausweichqaurtier existiert ist das auch kein Problem, dann aber bitte ordentlich. Da ragen alte Eisenstangen aus dem Wasser. Und es sind eben auch noch andere Strandbesucher anwesend die anscheiend nicht wissen das dieser Strandabschnitt für Drachenflieger reserviert ist.

 

Am Tag der deutschen Einheit dann, endlich wieder back-on-the-good-ole-Radrennbahn, herrliche Bedingungen. Sonne und wirklich guter Wind. Ich habe dann mal Axel-Cascade und Flic-Flac geübt. Im Endeffekt mache ich abwechselnd Axel links/rechts mit sehr kurzen Abständen. Beim nächsten mal dann eben ohne Abstand, ich habe ja jetzt die Trick or Treat DVD von den Benson’s. FlicFlac geht mal ja, mal nein. Ich weiß aber voran es liegt. Es ist halt alles nicht so einfach wie es immer aussieht… :-)

 

 

Extrablatt: Wunderbar


Aufgrund der Top-Bedingungen heute gibt es mal ein ‘Extrablatt’:
Obwohl es nicht den Anschein hatte war heute Super Flugwetter. Permanent herrschte eine kleine Brise. Bei so tollen Windbedingungen macht das Stunt-kiten dann auch gleich noch mehr Spass. Und: es klappt auch viel mehr. Ich bin heute aus dem staunen nicht mehr herausgekommen: erst habe ich Axel trainiert (30x links und 30x rechts am Stück) danach habe ich mal den Pancake-to-Fade ausprobiert. Hat auch beim ersten Versuch geklappt. Und wenn der Drachen dann schonmal im Fade liegt…kann man ja auch mal FlicFlac üben. Und auch der hat auf Anhieb wie ein FlicFlac ausgesehen.
Das kann daran liegen das ich gestern erst die FlicFlac-Studies von Mama74 gesehen habe. Wichtig beim FlicFlac: Die Hände bleiben nach dem Flic hinten, um den Flac auszuführen braucht es nur einen kurzen, kleinen Pull. Und natürlich etwas Beinarbeit. Wunderbar!
Eigentlich wollte ich ja weitere Kategorie 1 Tricks üben, leider war ich aber alleine auf der Wiese. Und bevor ich wieder irgendwas auf eigene Faust Versuche warte ich lieber bis ein ‘Trainer’ vor Ort ist…Es ist ja auch nicht so als ob ich nichts zu üben hätte

Merkzettel: Drachen sauber machen…Der Sin sieht vielleicht aus. Da fallen die Kluten schon beim fliegen vom Himmel :-)

Wiesen-Community


Nein, gemeint ist nicht die Wiese in München (kann man da eigentlich Drachenfliegen?) auf der derzeit das Oktoberfest stattfindet. Gemeint ist die gut alte Radrennbahn. Diese Woche war nämlich, aufgrund notorischem Windmangel, mehr reden als fliegen. Außer ein paar Axels und weiteren Versuchen am FlicFlac ist nicht viel passiert. Ich habe mir noch mal genau die Trick-Kategorien (Tricksparty.de – Regeln) angesehen. Vielleicht ist es Sinnvoll Tricks nach den Katgeorien zu lernen. Demnach sollte ich mich mal an den Coin-Toss, Insane oder Twist (kenne ich alle nicht…) wagen. FlicFlac wäre schon Kategorie 3, also erstmal schön langsam der Reihe nach.
In Kategorie 2 steht der ‘double-axel’. Alleine das Wort zaubert mir schon ein lächeln aufs Gesicht. Das wäre dann der erste ‘Multi’ Trick….
Aufgrund des Vorsatzes ‘Qualität statt Quantität’ schreibe ich jetzt nur noch Wöchentliche Zusammenfassungen. Es bringt nix wenn ich jedem Artikel nur das Wetter beschreibe….