Jede Stunde zählt


Der Wind an sich ist ein schlechter Spielgefährte. Er macht was er will, nimmt keine Rücksicht auf Drachenflieger, die vielleicht noch nicht ganz so gut fliegen können. Derzeit fliege ich sehr gerne im Sturzflug (also einen Dive) Richtung Boden um dann knapp über dem Boden den Drachen mit einem Pancake to Fade abzufangen. Generell stellt das mittlerweile kein Problem dar. Problematisch wird es nur, wenn der Drachen im Fade liegend von irgendwelchen Böen gepackt wird. Das knallt, dass man teilweise schon sein Gestänge zerkrümeln sieht und lässt mich jedesmal zusammenzucken. Letztes Wochenende war wieder so ein Wind. Auf der RRB angekommen habe ich erstmal fix eine 5 Minuten Wind-Messung durchgeführt:  min:  5 km/h, max: 45 km/h und im Schnitt 17 km/h. Das sagt schon alles. Viel mit Üben ist bei so einem Hackwind natürlich nicht, der Drachen zwirbelt, hüpft und rollt mehr als dass er fliegt.  Sonntag war dann noch ein Hagelschauer mit im Spiel. Jetzt ist alles schön ‘Hagelgestrahlt’: Drachen, Jacke, Gesicht; alles schön sauber :-) Warum geht man überhaupt bei so einem Wetter raus? Andi sagt: ‘Jede Stunde zählt’ und das ist auch richtig. Nur einmal die Woche fliegen ist definitiv zu wenig. Was man letzte Woche gelernt hat, hat man dann die nächste Woche schon wieder vergessen.

Ich bin jetzt auch dahinter gekommen, warum ich ‘vor den Bauch ziehe’: Der Auslösezeitpunkt ist wichtig. Der lag bei mir einfach zu weit vorne. Bei einem Axel habe ich den Setup-Move schon relativ weit vorne gestartet. Jetzt achte ich darauf, dass ich die Arme maximal auf Höhe der Beine habe.  Dann zieht man automatisch links und rechts am Körper vorbei und nicht mehr vor den Bauch.

Als die Drachen noch Schläuche hatten


So, da war dann also einiges los: Das Wochende war ich auf dem Drachenfest in Otterndorf und damit also in Döse oben am … Meer! Voller Vorfreude gings los. Auf dem (doch ziemlich langen) Weg dorthin konnte ich es jedoch schon sehen: Windräder! Und sie standen still. Na, ja, denkt man sich, am Meer da ist bestimmt immer Wind. Geht ja eigentlich gar nicht anders. Muss ja.

Das ist aber anscheinend doch nicht so. Endlich angekommen herrschte nämlich Flaute. Zumindest in den höhen in denen 2-Leiner fliegen. Die Einleiner die in der Luft hingen schienen wie auf einem Foto. Ich könnte ein Foto hochladen und es als Video vermarkten. Anscheinend herschte ab einer gewissen Höhe eine äußerst stabile Brise. Die meisten Drachen standen in der Luft. Bei der Ankunft auf dem Gelände sah ich einen Trickflieger mit einem SIN in blau. Welch Zufall. Mit dem besagten Herrn, Andreas von kitewings, hab ich dann noch gequatscht, war ja eh kein Wind. Wie sich dann heraustellte machen die auch Kiteschulungen. Mittlerweile kann ich mich erinnern das ich da auch schonmal vorher auf der Seite war. Die kommen aus Husum!! Auf einer Insel (Korrektur: Erdkunde sechs!) . Mit Meer….!. Naja, danach habe ich dann noch kurz versucht zu fliegen war aber recht wenig Wind und hat auch keinen Spass gemacht.

Achtung! Jetzt kommt ein Beitrag zum Thema: Wie finde ich auf einem Drachenfest Kontakt zu anderen Tricksern?

Wie wäre es: Einfach mal den Drachen auf die Wiese legen. Das habe ich gemacht, wollte mal eine Pause machen und habe den SIN mit einem Pancake auf den Boden gelegt. Nach lurzer Zeit kam dann auch schon jemand vorbei. Namen weiß ich jetzt irgendwie gar nicht (Dieser Gruß geht nach Hanover!). Mit ihm habe ich viel über Drachen gesprochen und das diese damals als Verbinder Kompressorschläuche hatten. Unfassbar! Kompressorschläuche….. :-) Ich finde die APA’s eigentlich noch zu dick…

Und wo ich schonmal in Döse war habe ich dann auch mal gleich die Kugelbake angestest. Also da muss ich sagen das das ehrlich ein Armutszeugnis ist. Sehr eng und es liegen auch noch überall Menschen rum :-) … Ich habe das Gefühl bekommen das der Lenkdrachenflieger der Bad-Guy unter den Starndsportlern ist. Überall ist Lenkdrachen fliegen verboten. Solange ein Ausweichqaurtier existiert ist das auch kein Problem, dann aber bitte ordentlich. Da ragen alte Eisenstangen aus dem Wasser. Und es sind eben auch noch andere Strandbesucher anwesend die anscheiend nicht wissen das dieser Strandabschnitt für Drachenflieger reserviert ist.

 

Am Tag der deutschen Einheit dann, endlich wieder back-on-the-good-ole-Radrennbahn, herrliche Bedingungen. Sonne und wirklich guter Wind. Ich habe dann mal Axel-Cascade und Flic-Flac geübt. Im Endeffekt mache ich abwechselnd Axel links/rechts mit sehr kurzen Abständen. Beim nächsten mal dann eben ohne Abstand, ich habe ja jetzt die Trick or Treat DVD von den Benson’s. FlicFlac geht mal ja, mal nein. Ich weiß aber voran es liegt. Es ist halt alles nicht so einfach wie es immer aussieht… :-)

 

 

Extrablatt: Wunderbar


Aufgrund der Top-Bedingungen heute gibt es mal ein ‘Extrablatt’:
Obwohl es nicht den Anschein hatte war heute Super Flugwetter. Permanent herrschte eine kleine Brise. Bei so tollen Windbedingungen macht das Stunt-kiten dann auch gleich noch mehr Spass. Und: es klappt auch viel mehr. Ich bin heute aus dem staunen nicht mehr herausgekommen: erst habe ich Axel trainiert (30x links und 30x rechts am Stück) danach habe ich mal den Pancake-to-Fade ausprobiert. Hat auch beim ersten Versuch geklappt. Und wenn der Drachen dann schonmal im Fade liegt…kann man ja auch mal FlicFlac üben. Und auch der hat auf Anhieb wie ein FlicFlac ausgesehen.
Das kann daran liegen das ich gestern erst die FlicFlac-Studies von Mama74 gesehen habe. Wichtig beim FlicFlac: Die Hände bleiben nach dem Flic hinten, um den Flac auszuführen braucht es nur einen kurzen, kleinen Pull. Und natürlich etwas Beinarbeit. Wunderbar!
Eigentlich wollte ich ja weitere Kategorie 1 Tricks üben, leider war ich aber alleine auf der Wiese. Und bevor ich wieder irgendwas auf eigene Faust Versuche warte ich lieber bis ein ‘Trainer’ vor Ort ist…Es ist ja auch nicht so als ob ich nichts zu üben hätte

Merkzettel: Drachen sauber machen…Der Sin sieht vielleicht aus. Da fallen die Kluten schon beim fliegen vom Himmel :-)

Wiesen-Community


Nein, gemeint ist nicht die Wiese in München (kann man da eigentlich Drachenfliegen?) auf der derzeit das Oktoberfest stattfindet. Gemeint ist die gut alte Radrennbahn. Diese Woche war nämlich, aufgrund notorischem Windmangel, mehr reden als fliegen. Außer ein paar Axels und weiteren Versuchen am FlicFlac ist nicht viel passiert. Ich habe mir noch mal genau die Trick-Kategorien (Tricksparty.de – Regeln) angesehen. Vielleicht ist es Sinnvoll Tricks nach den Katgeorien zu lernen. Demnach sollte ich mich mal an den Coin-Toss, Insane oder Twist (kenne ich alle nicht…) wagen. FlicFlac wäre schon Kategorie 3, also erstmal schön langsam der Reihe nach.
In Kategorie 2 steht der ‘double-axel’. Alleine das Wort zaubert mir schon ein lächeln aufs Gesicht. Das wäre dann der erste ‘Multi’ Trick….
Aufgrund des Vorsatzes ‘Qualität statt Quantität’ schreibe ich jetzt nur noch Wöchentliche Zusammenfassungen. Es bringt nix wenn ich jedem Artikel nur das Wetter beschreibe….

Beinarbeit


Gestern und heute waren für Bielefelder Verhätnisse gute Windverhältnisse, zwischendurch kam sogar mal die Sonne raus. Wenn man ständig draußen an der frischen Luft ist bekommt man den Wechsel der Jahreszeiten hautnah mit (erinnert mich ein bißchen an früher vom Bau). Kurz gesagt: es wird Herbst. Und dann auch schon Winter. Und Winter bedeutet defintiv kalte Hände. Wo ich da jetzt so dran denke fallen mir auf einmal ziemlich viele Fragen ein:
- Welches sind wohl die besten Handschuhe zum Drachenfliegen?
- Was brauche ich sonst noch an Ausrüstung? (…hahaha..ich sehe mich jetzt bei Jack Wolfskin im Laden stehen…ein schrecklicher Gedanke!)
Zurück zum Thema: Beinarbeit. Irgendwie hatte ich mir noch nie Gedanken um meine Beinarbeit gemacht. Wenn sich die Arme in der falschen Position kann man das doch auch durch die Bewegung des Körpers korrigieren, oder?Wenn ich die Arme in extended Pull haben möchte (z.B. beim Backflip) kann ich doch auch einen Schritt nach vorne machen und die Hände ‘stehen lassen’.
Genau diese Bewegungen habe ich dann heute mal geübt. Beim SpinStall macht das galube ich auch Sinn, heute war ja mehr als genug Wind und wenn man dann die Hände in Neutral bekommen will ist es einfacher sich nach vorne zu bewegen als die Hände an den Körper zu ziehen.
Geflogen bin ich ziemlich viel: ne Menge Stalls, einige SideSlides (die werden auch langsam besser), Axels, Fades und ein oder zwei FlicFlac. Ist ja auch schon einiges :-) Zum Schluss gabs noch ein bißchen Nachhilfe in Sachen LazySusan usw. Ich pulle bei der Lazy immer quer. Das ist mir wohl bekannt und ich weiß auch das das nicht gut ist. Kümmere ich mich mal drum, hoffentlich bekomme ich das wieder raus. Der Kopf sagt immer: zieh nach links, zieh nach links…

Angehalten


Nein, ich bin nicht eingeschlafen. Und mir geht auch jeder Tag ab an dem ich nicht fliegen kann. Aber die letzten Tage waren Wettermäßig ziemlich arm. Ich habe das Gefühl das es ca. alle Stunden regnet, ständig gibt es Unwetterwarnungen. Heute morgen lagen dann so ca. 5-6 Bft. in der Luft und der Himmel schien recht hell im Vergleich zu den letzten Tagen. Also ab auf die RRB.
Irgendwie war das dann auch zu stürmisch für den SIN. Ich hab dann mal den Quantum wieder rausgeholt. Dieser ist wirklich kein schlechter Drachen hat aber seine Eigenarten.
SnapStall bei so einem Wetter ist schon Geil. Der Drache bleuibt quasi wie angenagelt in der Luft stehen. Da der SnapStall gut klappt gehts gleich weiter mit dem Axel (wobei mir der auf der rechten Seite besser liegt als der linke).
Merke: Gibts du zuwenig Leine beim Axel wird da ein Backflip von weil der Drache sich auf den Rücken legt. Das ist nicht nur beim SIN der Fall sondern anscheinend allgemein.

Axel war da


Das beste am Urlaub ist das man dann zum fliegen fährt wenn der Wind bläst. Heute war ich dann schon um 9:30 Uhr auf der Radrennbahn. Besagater Wind war relativ stabil und auch nur aus einer Richtung. Toll….
Nach einem kurzen einfliegen (war nötig nach dem bescheidenen Wetter der letzten Woche) habe ich mich dann an den Axel gewagt. Nach zwei- drei Versuchen hat sich dann der Drache auch schön einmal auf der ‘Hacke’ gedreht. Ist jetzt nicht sooo schwierig. (Korrektur: ist schon schwierig, man muss nur wissen was man tut :-) )
Werde diese Woche mal ein bisserl Axeln…

Damaged


Wie immer: den ganzen Tag bläst es mit 13 km/h, kaum ist Feierabend und der Weg auf die Wiese somit frei fängt es an zu regnen oder der Wind hört auf. Aus trotz sind wir dann trotzdem noch geflogen. Sofern man das so nennen kann. Es gibt auch nicht viel zu erzählen: Axel, Fade, Flic-Flac und Lazy Susan müssen halt trainiert werden. Üben, üben, üben heißt die Devise. Für mich steht das saubere, technisch gute fliegen vor dem unsauberen erlernen von möglichst vielen Tricks.

Dummerweise habe ich mir noch die UQS beim zusammebauen in das Segel gerammt. Der gute Anfäger hat natürlich immer eine Rolle Tape dabei. Und die Superkleber-Methode wollte ich sowieso immer mal ausprobieren ;-)

KITE ON!

Schon wieder Regen


So,

das ist ja mal wieder typisch: Den ganzen Tag zwar Wolken am Himmel aber kein Regen. Kaum Feierabend öffnet der Himmel seine Schleusen. Was soll ich sagen: ich bin trotzdem auf die Wiese gefahren.

Mir ist sofort aufgefallen das alles irgendwie nicht so geklappt hat wie es hätte können. 5 Tage Pause zwischen den Trainigseinheiten ist doch zu lange. Nach ca 30 min Flugzeit hat dann endlich der erste Fade geklappt.

Ansonsten ist nicht viel passiert: Backflip und Fade geübt, zweimal Flic-Flac angetestet. Beim Flic-Flac habe ich das Problem ‘da wieder rauszukommen’. Derzeit stürzt der Kite immer ab wenn er in Bodennähe kommt. Liegt wahrscheinlich einfach an meiner Unsicherheit, ein einfaches einseitiges Zupfen würde den Kite ja wieder in eine gute Position bringen. So zumindest die Theorie :-)

Bevor ich das jetzt vergesse: Wer einen Fade kann kann ja quasi auch einen Axel. Den habe ich auch gleich mal angetestet und es ist auch etwas Axel-artiges herausgekommen. Bei Fade/Axel ist es enorm wichtig gut Leine zu geben. Während der Trick-Anfangs-Phase ist es wichtiger den Flügel erst gut nach hinten zu legen anstatt schnell an der Leine zu ziehen. So dreht der Drache einfach besser.

Das macht SIN


So,

das war eine Spektakuläre Woche. Am Mittwoch kam mein neuer Drachen, ein The SIN von Kitehouse, an. Glücklicherweise war an diesem Tag auch einigermaßen Wind in Bielefeld. So schien es zumindest. Nachdem ich also auf der Radrennbahn angekommen war, mussten alle natürlich erstmal gucken was ich mir da so gekauft habe.

Schnell angeleint und die ersten Kurven und Ecken versprachen schon einiges: langsam flog der Sin seine Bahnen, reagierte zügig auf Benutzer Input. Ecken fliegt natürlich auch knackig. Danach dann natürlioch erstmal gleich Backflip und Fade ausprobieren. Dieser Drachen fühlt sich ganz anders an als der Quantum. Man gibt ihm Leine und er legt brav, wie in Zeitlupe, den Flügel nach hinten. Die Leinenbewegung fällt dabei kürzer aus als beim Quantum. An diesem Tag, dem 06.07.2010 bin ich meinen ersten Fade geflogen. Ist schon ein cooles Gefühl wenn mal was klappt. Der Backflip ist auch kein Problem, man muss aber einen Schritt zum Drachen um ihn umzudrehen. Im späteren Verlauf ‘frischte der Wind etwas auf’, dezent ausgedrückt. Wie auf Knopfdruck gab es Wingeschwindigkeiten von über 38km/h (Windmaster2 gemessen). Und nicht nur ein paar Böen. Als ob jemand irgendwo ein Gebläse gestartet hätte. Ich hatte Problem zu landen! Merkzettel: landen üben.

Am Freitag war ich dan relatuv früh auf der Wiede. Zuerst bin ich ein paar Axel geflogen. Das größte Problem für mich war zu diesem Zeitpunkt die richtige ‘Bewegegunsintensität’. Manchmal dreht der Drache etwas zu wenig. Beim Fade das gleiche Problem: Ich mache eine schöne halbe Drehung, wenn ich dann noch pulle guckt er nach unten aber nicht immer nach vorne. Ich denke das ich einfach mehr ziehen muss.

Dann der Wahnsinn: Als der Drachen dann zum wiederholten male schön im Fade liegt (der SIN macht das echt geil), zog ich einfach mal an beiden Leinen…vielleicht wirds ja ein Flic-Flac..und siehe da, es hat auf anhieb funktioniert. Toll beim Flic-Flac ist die Rückmeldung durch die Leine. Man merkt sehr deutlich wann der nächste Zugimpuls kommen muss. Cih konnte direkte einige Flics und Flacs hintereinander ausführen. Die Leinenspannung sowie das verlassen des Tricks ist dabei bisher das schwierige. Während der stärkeren Windphasen habe ich Side-Slides geübt. Hat aber nicht wirklich geklappt. Da ist meistens ein Stall herausgekommen oder der Drache hat sich weitergedreht und ist einfach so weitergeflogen.

Heute habe ich den Quantum repariert. Hier war mir letzte Woche beim Pancake-to-Fade üben der Kielstab pulveresiert:

Außerdem ist der Quantum nicht gerade sauber verarbeitet: an einer Stelle rutscht das Segel aus dem Saum und die Verbinder rutschen auf den Streben. Dadurch sind schon Schäden am Segel entstanden:

 

[Foto]

Ich habe heute den Kielstab durch eine Excel 6mm Strebe ersetzt. Ich denke das die Excel nur 1/3 von der Originalstange wiegt. Zudem habe ich die Verbinder mit C-Clips gesichert.

[Foto]