Neue Wiese


Eigentlich wollten wir gar nicht umziehen. Doch ein glücklicher Zufall verkürzt nun den Weg zu meinem Kitespot enorm. Seht selbst:

Aus der Haustür raus

Weg zum Kitespot

Dann an der Gartenhütte vorbei. (Das RTF- Schild hing übrigens schon. Lustig, oder??)

Direkt hinter der Hütte befindet sich die Wiese. Bei Westwind muss ich einmal am “Wald” vorbei….

hinten am kleinen Busch liegt der Drachen:

Geil, oder? :-) Wenn man ‘mal schnell’ noch fliegen will dauert es ungefähr 2min bis ich flugfertig bin. Gemessen von Sofa bis zur Wiese, den Veyron baue ich ja auch nicht mehr auseinander. Ich nehme einfach nur die Stand-Offs raus und stell ihn mit Leine an die Wand :-) . Hahaha, wie geil…

Der Wind war ja lange Zeit auch nicht so der Kracher; ich habe oft wieder eingepackt, weil es wirklich keinen Sinn macht bei drehenden Windrichtungen zu fliegen. Dennoch tut sich was: Cointoss kann ich jetzt, YoYo wird auch immer besser. Jakobs Ladder geht manchmal, hier habe ich Probleme mit der Leinenspannung. Eine JL ist kein Problem, nur ‘fehlt’ mir dann Leine für eine weitere Runde.

Am letzten Wochenende war ich auf dem Drachenfest in St. Peter-Ording. Analog dazu wurde im Drachenforum ein Trickflieger-Treffen auf dem Drachenfest organisiert. Matthias und ich sind Samstag morgens früh losgefahren und sind gegen 10:30 Uhr in St. Peter-Ording am Deich angekommen. Direkt auf dem Parkplatz haben wir Helge Gosau getroffen, der Chef von Gosaukites und Pilot des 12m Wolsing Drachen. Nach einem fast unendlichen Fußmarsch über das Festgelände (Sand, überall Sand…) haben wir dann die anderen Trickser getroffen. Anwesend war so ziemlich alles was Rang und Namen in der Stuntkite Szene hat. Peter zum Beispiel wird von mir nur noch ehrfürchtig Herr PAW genannt. Der hat mit seinem ‘The Crow LW’ (LW = Leichtwind) einen 360 gezeigt. Und wenn Herr PAW ‘Leichtwind’ sagt, dann meint er das auch so. Ich habe noch nie einen so entspannten 360 gesehen. Das sah mehr aus, als ob er mit seinem Hund spazieren gehen würde. Er hat mir mit Heiko (dem Alphakites Chef…. gnihihi…sehr nett, von mir nur noch ehrfürchtig…ach, lassen wir das…) mal eben 2-Punkt-Landung beigebracht. Ich dachte, das würde durch einen SnapStall eingeleitet. Das ist aber falsch, man reißt den Drachen in einen Backflip und dann runter. Somit gehört 2-Punkt-Landung ebenfalls zum Repertoire. Ich weiß nicht mehr  welche Drachen ich Probe geflogen habe, es waren aber einige. Ich musste auch feststellen, dass ich mit einigen Modellen überhaupt nicht klar komme. Im Nachhinein finde ich es verwunderlich, dass sich der Veyron und SIN doch relativ ähnlich fliegen lassen. Um ca. 20:00 Uhr sind wir wieder Richtung Bielefeld gerollt. Nach ca. 8 Std. fliegen mit dem Veyron bei ca. 20 km/h Wind und Sonne konnte ich mit angeschwollenen Muskeln und verbrannter Haut sehr gut schlafen. Der Veyron ist echt ein Tier was Druckaufbau angeht. Einen präziseren Trickser hatte ich auch in SPO nicht an den Leinen.

Hier mal zwei Bilder (man achte auf die Drachen, die überall rumliegen :-) )

SPO - Tricksertreffen

SPO - Tricksertreffen

Auf der Start-Seite habe ich mal eine Skill-Tabelle erstellt, damit ich selber prüfen kann, ob mein Training anschlägt.

Jetzt wird es aber auch Zeit, dass mal jemand meine Wiese mäht…. ;-)

 

Veyron vs SIN


Aufgrund schlechtester Windbedingungen (Ost- bzw. Südwind) konnte ich meine neue Superwaffe im Kampf gegen…öhm…mich selbst noch nicht wirklich nutzen. Entweder kachelt es, dass einem die Arme nach 5 min Fliegen schmerzen oder das Ding fällt vom Himmel. Ein kleines Fazit kann ich dennoch ziehen:

Der Veyron fühlt sich aufgrund des stärkeren (…und natürlich auch Competion-mäßigem…) Gestänges wesentlich kompakter und direkter an. Windböen werden ‘ungefiltert’ über die Schnur an den Piloten übertragen. Leider hat ein dickes Gestänge natürlich den Nachteil, dass der Drachen mehr Wind braucht. Im Gegensatz zum SIN braucht er schon eine Schüppe mehr Wind. Der Druckaufbau ist stärker; was ich jedoch nicht als Nachteil empfinde. Ich muss mir wohl eingestehen, dass ich das eigentlich besser finde. Die Optik gefällt auch. Wenn der Veyron am Himmel steht, glänzt das AirX silber-blau. Aber das Aussehen ist mir ja sowieso egal.

Tricksen ist im Vergleich schwieriger, der Veyron verschenkt nichts. Erst jetzt merke ich, dass der SIN wirklich viel mitmacht und z.B. Halfaxel-to-Fade quasi von selbst fliegt (ha, dass ICH das mal sagen werde..). Mal eben lässig aus dem Handgelenk in den Fade kann ich mit dem Veyron nicht, er zwingt den Piloten zum sauberen Fliegen. Die Geschwindigkeit ist sehr langsam, beinahe NSE Tempo. Also die Entdeckung der Langsamkeit. Zum Tricksen ist das natürlich ideal. Beim 540 z.B. konnte ich beim SIN die ersten 180 Grad kaum erkennen. Beim Veyron kann man da Leine zur Seite legen und einen Kaffee trinken. Wenn man wiederkommt ist er dann soweit rum…

Blanker Wahnsinn ist die Präzision, die der Veyron an den Tag legt. Jetzt weiß ich auch was mit ‘einrasten’ gemeint ist :-) ‘knack’ ‘knack’ macht das beim combinatio-turn. Sehr geil.Ich bin sogar schon Steps down geflogen. 4 Stufen in 35m unterzubringen war mir mit dem SIN aufgrund der doch recht hohen Geschwindigkeit nicht möglich.

Die Verarbeitung kann ich nicht bewerten. Ich kenne keine Qualitätsmerkmale und kann eine gute Naht nicht von einer schlechten unterscheiden. Nach Rücksprache mit Andi leuchet mir auch ein, warum statt C-Clips aufgeschnittene Endkappen verwendet werden: bei zu steifen Verbindungen an gewickelten Stäben könnte sich die Wicklung  bei harten Stürzen lösen. Harte Stürze habe ich eine Menge ;-) . Warum meine ‘C-Clips’ jedoch nur halb geklebt waren weiß ich nicht. Ich habe erstmal alle schnell nachgeklebt nachdem ich schon einen auf der Wiese gefunden habe.

Axel basierte Tricks kann ich jetzt auch mit dem Veyron, wickeln muss ich noch üben. Lazys, Flatspin, Slot geht auch schon und sehen auch gut aus. Hoffentlich gibt es bald mal wieder etwas schöneren Wind damit ich mit dem Veyron da anschließen kann, wo ich mit dem SIN aufgehört habe.

Wem dieses kleine Statement nicht reicht, sollte einen Blick in die Kite&Friends 03/2012 werfen. Paul May beschreibt mit wunderbaren Worten und besser als ich es jemals könnte den Veyron (der natürlich Höchstnoten kassiert).

Im Endeffekt hätte ich nicht gedacht, dass Drachen so unterschiedlich sein können. Paul May sagt ‘der Veyron ist ein   Drachen mit einem starken eigenen Charakter’. Das kann ich nur bestätigen.

Zum neuen Drachen habe ich mir noch einen neuen Leinensatz gegönnt. Ich dachte mir ich bin mal etwas experimentell und habe mir die neue Ockert Combat in 70 daN gekauft und selbst abgelängt. Die Leine ist sehr dick aber auch sehr steif. Es ist das erste Mal, dass ich die Leinen beim Fliegen sehen kann, was ich auch als Vorteil ansehe. So kann ich die Leinenspannung auch sehen. Hier mal ein Bild wie steif die Leine ist:

Im Endeffekt ist sie sogar noch etwas dicker als die Protect in 100daN. 0.85 Mantelschnur war schon schwierig drüberzubekommen. Hier mal ein Vergleich: 35m LPG 40 daN und 35m Combat 70 daN:

Was für ein Unterschied. Filigran geknüpfte Leine gegen zusammengelötetes Kabel :-) . Die Streckung der Leine geht gegen Null. Ich habe auch das Gefühl, dass die nicht durchhängt. Wahrscheinlich ‘schiebt’ sie einfach den Drachen nach hinten…

Anekdote zum Schluss: Mit dem SIN konnte ich jetzt endlich Pancake. Mit dem Veyron sieht das aus, als ob ich das erste Mal Leinen in den Händen hätte. Und dann immer diese NEUNMALKLUGEN (gnihihi) Kommentare meiner ‘Trainer’: Führen, langsamer, gefühlvoller. Ja, Leute, ich würde ja gerne. Gruß übrigens an die eben Genannten. Was würde ich nur ohne euch tun? :-)

Neuer Knattermaxe Veyron Std


Nachdem ich gestern etwas enttäuscht war, dass er noch nicht vor der Tür lag, bot sich mir heute dieses Bild, als ich nach Hause kam:

Ankunft Veyron

Post von Diamondkites

 

Veyron Std Aerostuff - ausgepackt

Ladies and Gentlemen, Dominic proudly presents Diamondkites Veyron Std. Aerostuff. Leider konnte ich heute nur kurz fliegen. Ausführliche Informationen gibts am Wochenende.
Die Entscheidung für den Veyron und gegen die anderen Kandidaten war eigentlich eine rein technische. Da ich mich sowieso auf einen anderen Drachen einstellen muss, habe ich mich einfach für den neuesten und meiner Meinung nach auch technisch am weitesten entwickelten Drachen entschieden…

Das Bild des Grauens


Da ist er wieder: der Frühling. Bringt aber nichts, wenn ich Samstagmittag dieses Bild von meiner Terrasse sehe:

Windlos

Da hängt die Fahne schlaff am Mast. Das hat sich auch den ganzen Samstag nicht mehr gebessert. Nun ja, zumindest sind die Tage wieder länger, abends ist es auch dank der Zeitumstellung wieder länger hell. Heute war ich dann auch das erste Mal dieses Jahr nach der Arbeit fliegen. Welch Wohltat. Ein Tag ohne Kiteflying ist ein verlorener Tag, tägliches Training bringt echt mehr als nur einmal die Woche. Die letzten Flugtage habe ich FlicFlac und Yo-Yo trainiert. Problem beim FlicFlac: das Zurückholen aus dem Pancake. Ob ich das jemals schaffen werde?? Beim Yo-Yo ist der schwierige Teil das Auswickeln in den Fade hinein. Irgendwie bin ich ausnahmsweise mal zu langsam, irgendwie ist die Schnur am Ende bzw. die Arme weit hinten, der Drachen aber noch nicht komplett ausgewickelt.

Ich habe mich heute mal an der Slotmachine pobiert. Komischerweise ist mir die, nach kurzer Einführung von Matthias (ja, der kann jetzt auch erklären :-) ), sofort gelungen. Welch erhabenes Gefühl. Und macht gute Laune. Und Lust auf mehr. Nächstes Mal probier ich das andersrum. Dann wirds ne TAZ…Wuhuuuu……

Jetzt heißt es aber erstmal ‘warten aufs Christkind’, ich denke das  mein Neuer hier Morgen ankommt….

Überall Sand – Cuxhaven


Am Wochenende sind wir relativ spontan nach Cuxhaven gefahren. Endlich konnte ich mal meinen sekundären Kitespot ausgiebig ausprobieren (Höhöhö :-) ).  Freitag sollte es losgehen, ab Donnerstag war dann natürlich immer ein Auge auf die Wettervorhersage gerichtet. Wetter sah ganz gut aus, Wind war 31-46km/h am Samstag und 22-31km/h am Sonntag vorausgesagt. Das wäre natürlich zu viel zum tricksen.

Am Freitagabend angekommen war es schon zu spät zum Fliegen, also hieß es Samstagmorgen früh raus. Direkt nach dem Frühstück sind wir dann auch mit Sack und Pack los. Leider darf man in Cuxhaven-Döse nicht überall fliegen. Bis zum nächsten Kitespot sind es jeweils 15 min. Fußweg.

Auf dem Deich war dann schon starker Wind. Am Strand angekommen dann gemessene 25-27km/h also ab an den Windfensterrand. Zum Glück war Ebbe somit hat man viel Platz.

Ich bin immer wieder erstaunt wieviel die 40daN LPG Leine  und der SIN aushalten. Bei 3-4 Bft. zieht das teilweise schon ganz gut, wenn man mal ein bisschen zur Windfenstermitte fliegt.

Am Samstag bin ich dann nachmittags zur Kugelbake. Ich wusste natürlich das wieder Niedrigwasser war… :-| Am frühen Abend hörte ich dann ein freundliches ‘Hallo’ hinter mir. Irgendwer schleppte seine Drachentasche durch das Watt. Drachentasche bedeutet ja schon mal Stabdrachen. Schnell hab ich meinen SIN abgelegt und bin gleich hin. Und das war dann wieder einer dieser Momente: vor mir stand Adrian Uelzen, ein ehemaliger STACK Pilot.

Adrian Uelzen

Adrian Uelzen an der Kugelbake

Er fliegt zwar nicht mehr so häufig, es sah aber trotzdem alles noch sehr flüssig aus, was er da ablieferte. Ich habe auch gleich Tipps zum Landen bekommen. Als ich ihn beobachtete fiel mir auf, dass er während einer Multilazy auf den Drachen zulief. Und zack, jetzt wusste ich warum die bei mir nicht funktionieren! Ich bin nach der ersten Lazy-Susan immer stehen geblieben. Adrian hatte ein paar Prototypen dabei. Er hat früher mit Martin Schoob zusammen Drachen entwickelt. Ich habe aber versprochen nichts zu verraten. Streng geheim :-) ….

Prototyp #1

Geheim #1

Prototyp #2

Geheim UL #2

 

Ich bin bei diesem starken Wind geschätzte 500 Halfaxel geflogen. ;-) Und natürlich Multilazy. Die Arme schmerzen heute noch…(“jaja, heul doch”). Dafür kann ich jetzt sagen: Half-Axel? Links? Rechts? Kein Problem! Hier *zack* ein schöner Tip-Stand:


Am Strand fliegen ist schon toll. Die Windqualität ist viel besser als im Inland. Der Wind ist viel stabiler, die Böen sind nicht so böig. In der Nebensaison ist es auch nicht so voll, Adrian meinte, dass es im Sommer eng wird an der Kugelbake. Wie man auf dem Foto oben sieht hatte ich genug Platz. Allerdings sind Meerwasser und Sand jetzt auch nicht unbedingt Pflegemittel für einen Drachen.

Am Ende sieht das dann so aus:
Irgendwie ist mir Wiese schon lieber…Aber es war schon ein schönes Wochenende.

Jede Stunde zählt


Der Wind an sich ist ein schlechter Spielgefährte. Er macht was er will, nimmt keine Rücksicht auf Drachenflieger, die vielleicht noch nicht ganz so gut fliegen können. Derzeit fliege ich sehr gerne im Sturzflug (also einen Dive) Richtung Boden um dann knapp über dem Boden den Drachen mit einem Pancake to Fade abzufangen. Generell stellt das mittlerweile kein Problem dar. Problematisch wird es nur, wenn der Drachen im Fade liegend von irgendwelchen Böen gepackt wird. Das knallt, dass man teilweise schon sein Gestänge zerkrümeln sieht und lässt mich jedesmal zusammenzucken. Letztes Wochenende war wieder so ein Wind. Auf der RRB angekommen habe ich erstmal fix eine 5 Minuten Wind-Messung durchgeführt:  min:  5 km/h, max: 45 km/h und im Schnitt 17 km/h. Das sagt schon alles. Viel mit Üben ist bei so einem Hackwind natürlich nicht, der Drachen zwirbelt, hüpft und rollt mehr als dass er fliegt.  Sonntag war dann noch ein Hagelschauer mit im Spiel. Jetzt ist alles schön ‘Hagelgestrahlt’: Drachen, Jacke, Gesicht; alles schön sauber :-) Warum geht man überhaupt bei so einem Wetter raus? Andi sagt: ‘Jede Stunde zählt’ und das ist auch richtig. Nur einmal die Woche fliegen ist definitiv zu wenig. Was man letzte Woche gelernt hat, hat man dann die nächste Woche schon wieder vergessen.

Ich bin jetzt auch dahinter gekommen, warum ich ‘vor den Bauch ziehe’: Der Auslösezeitpunkt ist wichtig. Der lag bei mir einfach zu weit vorne. Bei einem Axel habe ich den Setup-Move schon relativ weit vorne gestartet. Jetzt achte ich darauf, dass ich die Arme maximal auf Höhe der Beine habe.  Dann zieht man automatisch links und rechts am Körper vorbei und nicht mehr vor den Bauch.

Führen nicht schlagen


Die letzten Wochen waren eher dürftig, das Wetter kann man freundlich als suboptimal bezeichnen. Aufgrund permanentem Windmangel konnte ich den JJF SUL mal ausführen. Schon nach den ersten paar Metern Fliegen merkt man woran man ist. Beängstigend wie direkt und genau dieser Drachen die Leinenimpulse umsetzt. Einmal etwas ungenau gezogen und das was ein Pancake werden sollte endet in einer Flatspin-artigen Drehung. So ein Verhalten ist zum Trainieren natürlich erste Sahne. Mein Leinengefühl hat sich deutlich verbessert, ich habe das Gefühl, dass ich den Kite ‘lesen’ kann. Irgendwie spüre ich besser was der Drachen gerade macht. Ich kann mich aber auch täuschen und es liegt einfach an den ARSCHKALTEN HÄNDEN! :-)

Letztes Wochende hatte ich das Glück, dass Matthias und Andi sich nochmal genau meine Technik angesehen haben. Ich schleppe schon seit geraumer Zeit teilweise schlampige Technik mit mir herum. Leinenimpulse ziehe ich immer noch ganz gerne gegen den Bauch anstatt seitlich am Körper lang. Das ist aber eine reine Konzentrationssache, wenn ich darauf achte passiert das nicht. Des Weiteren bin ich allgemein noch etwas hektisch, meine Bewegungen sind einfach zu ruppig. Den Drachen z.B. durch den Axel führen ist wesentlich besser als ihn zu ‘schubsen’. Man soll sich einfach vorstellen den Drachen wie an Stangen zu fliegen. Mit fließenden Bewegungen hat man einfach mehr Gefühl und bekommt stärkere Rückmeldung was sich natürlich positiv auswirkt. Also führen statt schlagen.

Trickmäßig geht es nur schleppend voran. Von nichts kommt nichts. Derzeit übe ich Flic-Flac (gelingt mal gut (wenn geführt wird) mal nicht (schlagen)) und Yo-Yo, also Tricks bei denen man den Pancake braucht (auch der will geführt werden).  Aufgrund der vielen Abstürze kann ich jetzt richtig gut Belly-Launchen… :-) . Irgendwann ist mir sogar schon eine Jacobs Ladder geglückt. Zwar krumm und schief aber es war eine Ladder. Ein echt cooler Trick. Da staunt sogar der Pilot nicht schlecht…

Aus gegebenem Anlass möchte ich noch daraufhin hinweisen, dass man seinen Winder immer gut weglegen sollte. Ich habe jetzt in kurzer Zeit 2 Stück verloren. :-( Ist schon ärgerlich….

Da mein letzter Eintrag noch aus dem letzten Jahr stammt kann ich hier noch meine neuesten Errungenschaften erwähnen:

  •  Windmaster2 (nice 2 have, bringt er doch Sicherheit wieviel Wind jetzt wirklich herrscht)
  • das Buch Stuntkiting von Paul May. Super Trickerklärungen und tolles Hintergrundwissen. Besonders der Bereich Technik hat nochmal einige Wissenslücken geschlossen.
  • ein Heißschneider. Eigentlich DER Heißschneider: Dremel Versatip. Damit kann ich Wireless mit dem Drachenbau anfangen..

Diese Tage wartet dann noch eine schwere Entscheidung auf mich, denn ich möchte dieses Jahr in die Competition Klasse aufsteigen (der Drachen, nicht ich :-? ). Zur Auswahl stehen:

  • Kithouse Sharp
  • Diamondkites Veyron
  • R-Sky NSE

Den NSE konnte ich jetzt einen Tag lang testen (hier in Bielefeld gibt es viele davon auf der RRB). Der macht irgendwie alles und das ziemlich einfach, mir ist auf anhieb eine Multi-Lazy gelungen. Jedoch sehe ich es irgendwie nicht ein soviel Geld nur für den Namen auszugeben. Das verbaute Gestänge ist irgendwie gar nicht so Competition. Natürlich macht ein teures Gestänge noch keinen Comp kite, wenn ich aber schon Geld in die Hand nehme, will ich auch was dafür bekommen. Zudem gibt es einige deutsche Trickser die R-Sky boykottieren (irgendwas ist da bei Stella Plage 2011 schlecht gelaufen. Ich glaube es ging um Lizenzkosten o.ä). Über den Sharp wurde geschrieben: Wer den SIN mag wird den Sharp lieben. Aber irgendwie möchte ich auch mal was Neues ausprobieren. Bei dem Veyron habe ich etwas Bedenken wegen der doch großen Segelfläche. Zu viel Druckaufbau ist irgendwie auch nicht mein Ding. Naja, lasst euch überraschen….

Mit der Hoffnung, dass die Tage bald wieder länger werden, bis zum nächsten Mal….

Was noch?


Bei meinen letzten Aus’flügen’ habe ich meinen Fade gefestigt. Ich kann den Drachen jetzt quasi unbegrenzt (solange der Wind mitmacht) im Fade fliegen. Nachdem der Fade nun ganz gut klappt, musste ich mir Gedanken über meinen weiteren ‘Trainingsplan’ machen, es muss ja schließlich weitergehen und die nächsten Tricks müssen gut gewählt werden. Sie sollten nicht zu schwierig sein um Frust zu vermeiden, Langeweile sollte natürlich auch nicht entstehen. Nach Rücksprache mit den ‘Trainern’ steht als nächstes der Half-Axel an. Nebenher versuche ich mich noch am 540 Flatspin und Flic-Flac, da ich auch immer noch ein bißchen Probleme mit dem Pancake habe.

Schon letzten Monat hatte ich eine Einladung zu einem Weihnachtsessen in meinem drachenforum.net Briefkasten. Samstag war es dann soweit: mit 4 Mann sind wir nach Detmold gedüst. Du rätst nicht wen ich da getroffen habe….Tip: einer unserer besten (vielleicht sogar der beste?) Stuntkiter Deutschlands. Überleg doch mal…Richtig: Johannes Schiwanowski. Ich bin immer noch total paralysiert (oder wie das heißt…). Neben der Tatsache, dass er super Drachenfliegen kann ist er auch noch total sympathisch. Eigentlich hätte ich mit diesem Tage meine Karriere als Drachenflieger beenden können. Eine Steigerung ist ja kaum noch möglich (vielleicht mit Chris Goff mal Tee trinken wäre noch was…) :-?
Die ganze Weihnachtsfeier war eine runde Sache. Und das Allerbeste: der großartige Alfons macht mit mir einen Workshop übers Drachenbauen. Da werde ich mir mal die Tricks vom großen Icarex Meister himself abgucken. Bin schon ziemlich gespannt darauf.

Um auch für die weniger windigen Tage gerüstet zu sein ist heute mein neuer Kite angekommen:

JJF SUL

Jumpin' Jack Flash SUL

Baumschmuck


Soso. Das ist also dieser Herbst von dem alle Leute behaupten ‘da könne man so toll Drachen steigen lassen’. Mal zur Info: 4 Wochen ging jetzt gar nichts. Ein Hochdruckgebiet mit ohne Wind hing 4 Wochen wie festgenagelt über Deutschland.

Zum Glück wurde das böse, böse Hoch jetzt von einem Tiefdruckgebiet vertrieben. Wurde aber auch mal Zeit. Nach dem Fliegen am Freitag im Nieselregen verbrachte ich den Samstag von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang auf der Radrennbahn (naja fast zumindest). 6 Std. = 2 Mahlzeiten = neuer Rekord :-) (Meine Freundin rief auch erst an als ich zu Hause wieder auf dem Parkplatz stand: ‘Wo bleibst du denn?’ Süß, oder ;-) )

Es ist noch nicht mal Anfang Dezember, aber in Bielefeld werden schon fleißig die Bäume geschmückt: Andi hat seinen Drachen am Samstag in den Baum gehängt!! Ich möchte da jetzt gar nicht weiter drauf eingehen. Die anschließende ‘Aktion sauberer Wald’ musste unter Zuhilfenahme einer Leiter und einer Astschere erfolgen. Ich glaube ich hätte angefangen zu heulen. Andi war aber ganz tapfer. Am Ende war dann zum Glück auch nur die Waageschnur beschädigt (von der 40 daN LPG mal ganz zu schweigen…). Glück gehabt. Hätte wirklich böse enden können. Ärgerlich auch, dass ich nichts dabei hatte um ein Foto zu machen. Murphys Law hat wieder zugeschlagen…. (Nachtrag: der Matthias hat aber ein Foto gemacht:)
Baumschmuck TNT-Strong

Neben Drachen-aus-Baum-retten konnte ich während meines 6 stündigen Aufenthaltes auf der Radrennbahn auch fleißig Tip-Stand und Spike üben. Bei diesem böigen Inland Wind ist das natürlich wie immer alles nicht so einfach. In den Tip-Stand komme ich ganz gut, das Halten erfordert noch etwas Übung. Vom Spike reden wir erstmal nicht. Timing, Timing, Timing. Ich habe auch immer etwas Angst wegen den Leitkanten. Bodentricks sollte man eigentlich nur üben, wenn man noch einen kompletten Satz an Leitkantengestänge dabei hat. Ich schicke dann schon mal die Bestellung an Kitehouse raus :cool:

Da ich jetzt auch relativ gut in den Fade komme (per Halfaxel) habe ich auch noch das Fliegen in der Fade Position trainiert. Macht Spaß, sieht cool aus und ist die Voraussetzung für coole Wickeltricks. :mrgreen: